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Höö

Von Diö führt der Weg durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Tannenwald, Laubwald und offenem Gelände. Allmählich erweitert sich die Sicht auf den Möckelnsee, über den sich Höö bis zu 30 Meter erhebt.Dort oben liegt der alte Hof von grossen Ulmen und Eschen umgeben. Hier wurde seit vielen Generationen ein Stück der Landschaft unserer Vorfahren bewahrt. Seit 1969 ist Höö, zusammen mit mehreren kleineren Inseln, ein Naturschutzgebiet. Die Fläche beträgt ca 110 Ha.

Die Flora ist durch wissenschaftliche Untersuchungen dukomentiert worden und man hat einen Bewirtschaftungsplan angefertigt. Die Wiesen auf Höö umfassen ca 7 Ha. Man hat dort fast 200 verschiedene Pflanzen gefunden. Auf einer Fläche von 10 qm stossen oft 50 Arten aufeinander.



On Höö you can find about 200 different plants.

Das Naturschutzgebiet Höö ist dazu bestimmt ein Stück der alten Bauernlandschaft zu erhalten, die im Gebiet mit ungewöhnlicher Schönheit zu Erscheinung kommt, und um die Planzen und Tiere zu schützen. Der östliche Teil von Höö ist aus Grünstein (hyperit-diabas, schwarzem Granit) geformt. Die westlichen und östlichen Abhänge der Hochebene bilden an vielen Plätzen steile Abhänge. Weiter westlich nimmt der Grünsteinanteil in der Moräne ab. Diese Veränderung in der Zusammensetzung des Bodens zeigt sich in der Verteilung der Pflanzen. In Gustav Vasas Grundbuch von 1553 wird Höö als ein selbständiger Hof beschrieben. Er hiess damals „der Haufen“. Seine Besiedlung dürfte mehrere hundert Jahre zurückliegen. Ab 1559 wird der Name Höö geschrieben. Mitte des 19. Jarhunderts ist der grösste Teil der Insel abgebrannt und noch bis Mitte der 1920-Jahre war die Fläche doppelt so gross als heute. Die Landschaft, der wir auf Höö begegnen, ist das Ergebnis eines Kampfes um das Überleben. Die Besitzer des Hofs haben die alten Bewirtschafftungsformen und damit Natur und Landschaftsbild bewahrt.

Auf Höö im Möckelnsee ist ein Stück Umwelt unserer Vorfahren erhalten. Der Besucher findet eine hügeliche Landschaft mit einem Mosaik von Äckern, Wiesen, Weiden und Gebieten mit Laubwald vor. Das Naturschutzgebiet umfasst 112 Ha Land, der Rest ist Wasser.

Der Felsboden besteht zum grössten Teil aus einem nahrungsreichen und leicht verwittbaren Grünstein, der Hyperit oder schwarzer Granit genannt wird. Dieser Bergrund gibt fruchtbare Moränenerde. Die Lage am See trägt auch zu einem günstigen Klima bei.

Der Felsenboden und das Klima sind für die umfangreiche Vegetation im Naturschutzgebiet wichtig. Die Anpflanzung ist aber vom Bauern geschaffen, der Jahrhunderte zurück den Boden durch Ackerbau, Heuernte und als Viehweide genutzt hat. Diese Pflege fordert viel Arbeit und Können. Mit den heutigen Forderungen von Rentabilität und Gewinn in der Landwirtschaft, sind die alten Arten, der Hofbewirtschaftung, z.B. mit umfassender Heuernte mit Sense, meistens verschwunden. Auf Höö hat aber die Familie Hörberg die alte Bewirtschaftstradition am Leben gehalten. Seit 1969, als das Naturschutzgebiet gegründet wurde, bekommen sie ökonomische Unterstützung vom Staat, um so weitermachen zu können. Dieser Brauch ist nämlich eine Voraussetzung dafür, dass Höö seinen Charakter behalten soll.

Auf Höö hat man auch das System der alten Bauernlandschaft für der Aufteilung der Felder erhalten. Acker und Wiese sind in derselben Koppel, Weide ausserhalb der Koppel und noch weiter weg vom Hof gelegener Boden mit Wald

Die Wiesen sind sehr blumenreich. Man hat fast 200 verschiedene Pflanzen gefunden. Im Frühling verbreiten Leberblümchen, echte Schlüsselblumen und Maiglöckchen ihre Pracht. Später blühen u.a.gewöhnliches Sonnenröschen, Pechnelke, Wiesenschafgarbe, echtes Laubkraut und Wiesen-Flockenblume. Auf feuchtem Boden gefallen es dem grosses Mädesüss und dem gefleckten Knabenkraut. Die Heuernte fängt erst im Juli-August an, wenn die meisten Kräuter verblüht sind. Viele davon werden von jeher als Heilmittel gebraucht.

Die Wiesen waren für die Wirtschaft zu älteren Zeiten dadurch lebenswichtig, dass sie das Winterfutter für das Vieh lieferten. Bis man den Weideanbau während des 19. Jahrhunderts einführte, nahmen die Wiesen in unserem Land viel grössere Flächen in Anspruch als die Äcker. Die Wiesen sind also nicht nur wegen ihrer Schönheit und Flora wertvoll, sie sind auch Kulturdenkmäler vom feinster Art. Auf den Weiden dominieren Gräser und die Artenanzahl ist geringer als auf den Wiesen. Ursache ist, dass viele Blumen das Abweiden durch Tiere nicht vertragen

Unter den bewohnenden Vögeln gibt es Kernbeisser, kleinere Fliegenschnäpper und Finkenhabichte.

Höö bietet viele Möglichkeiten zu Streifzügen und Naturerlebnissen in einem leicht begehbaren Gelände. Mehrer beschilderte Pfade, viele auch für Kinderwagen geeignet, führen durch das Naturschutzgebiet. Der Blick vom Höhenrücken ist sehr schön.


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